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Prüfungen im Labor
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Zugelassen: Lumateperon CAPLYTA® bei Schizophrenie.

Wir berichteten über Lumateperon CAPLYTA® bereits am 6. August 2019: Lumateperon bei Schizophrenie neues Arzneimittel (ITI-007) – Zulassung? Jetzt ist es vollbracht. Die FDA hat am 23. Dezember 2019 Lumateperon mit dem Handelsnamen CAPLYTA® bei Schizophrenie bei Erwachsenen zugelassen. Für das Intra-Cellular Therapies bedeutede dies ein Kursfeuerwerk! Satte 230 % schoss die Aktie nach oben und bereitete seinen Anlegern ein vorweihnachtliches Geschenk und Wintermärchen. RBC Capital Markets schätzt bei einem Preis von 900 $ pro Monat, 60 Millionen $ Umsatz für 2020. Bis 2024 werden mehr als 400 Millionen $ Umsatz erwartet.

Intra-Cellular Therapies ist ein US-Biotech Unternehmen mit Sitz in New York. Hauptfokus der Forschung ist die Behandlungen bei Störungen des zentralen Nervensystems. Hauptprodukt der Pipeline ist das Lumateperon.    

Der Wirkmechanismus von Lumateperon bei Schizophrenie

Prüfungen im Labor
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Der neue Wirkstoff Lumateperon von Intra Cellular Therapies birgt neue Hoffnungen für Schizophrenie-Patienten. Lumateperon ist ein Atypisches Neuroleptikum. Als 5-HT2A-Rezeptorantagonist und Dopamin- und Serotonin-Transporter Modulator soll es ein völlig neues Wirkmechanismus haben. [2] [3] Laut Ergenissen der Klinischen Phase II sollen eine tägliche Einnahme von 60 mg eine Verbesserung der Psychose bewirken. [4] Darüber hinaus soll Lumateperon in Vergleich zu Risperidon (Goldstandart) Nebenwirkungsärmer sein. Beispielsweise keine Gewichtszunahme und keine QTC-Verälngerung. Ein weiterer positiver Nebeneffekt bei Lumateperon: es soll auch bei Begleiterscheinungen der Schizophrenie, beispielsweise Depressionen und bei sozialem Rückzug helfen. Risperidon konnte diese positiven Effekte nicht zeigen [2] [5].  Lumateperon soll auch aufgrund seiner positiven Effekte bei den Stoffwechselparameter, im Gegensatz zu anderen Neuroleptika, das Risiko für Diabetes oder Herz-Kreislauf Erkrankungen nicht erhöhen. Daher soll das neue Mittel eine signifikante Verbesserung im Hinblick auf die langfristige Sicherheit und Verträglichkeit sein. [2] Erst bei der doppelten Tagesdosis, also 120mg war bei 32,5% der Probanden die häufigste Nebenwirkung: Sedierung, bzw. Schläfrigkeit. Eine Zunahme von Selbstmordgedanken oder extrapyramidale Symptome konnte nicht beobachtet werden. [5]

Quellen

  1. Intra-Cellular Therapies Announces Further Analyses of the Phase 2 Clinical Trial of ITI-007 in Schizophrenia at the 168th Annual Meeting of the American Psychiatric Association. Link zugegriffen am 07. August 2019
  2. Gretchen L. Snyder,corresponding author Kimberly E. Vanover, Hongwen Zhu, Diane B. Miller, James P. O’Callaghan, John Tomesch, Peng Li, Qiang Zhang, Vaishnav Krishnan, Joseph P. Hendrick, Eric J. Nestler, Robert E. Davis, Lawrence P. Wennogle, and Sharon Mates. Functional profile of a novel modulator of serotonin, dopamine, and glutamate neurotransmission. Psychopharmacology (Berl). 2015; 232: 605–621. Published online 2014 Aug 15. doi: 10.1007/s00213-014-3704-1 Link zugegriffen am 07. August 2019
  3. Novel Drug Promising for Schizophrenia Nancy A. Melville April 03, 2015 Link zugegriffen am 07. August 2019
  4. NS Spectr. 2019 Feb;24(1):190-191. doi: 10.1017/S1092852919000245. 30 Lumateperone (ITI-007) for the Treatment of Schizophrenia: Overview of Placebo-Controlled Clinical Trials and an Open-label Safety Switching Study. Vanover K1, Glass S1, Kozauer S1, Saillard J1, Sanchez J1, Weingart M1, Mates S1, Satlin A1, Davis R1. Link zugegriffen am 07. August 2019
  5. Intra-Cellular Therapies Announces Positive Topline Phase II Clinical Results of ITI-007 for the Treatment of Schizophrenia Link zugegriffen am 07. August 2019

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Siehe auch

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